letzte Änderung:

27.08.2017

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gegr. 1905

Wilder “Amur” am LDM

Weißer Amur:

90 cm Länge

7500 Gramm Gewicht

Eigener Bericht von Mitglied Martin Böhm

 Am Ostermontag wollte ich am alten Kanal mal wieder auf Schleien fischen, also wählte ich meine Ausrüstung auch dementsprechend! 

1.Meine Black Star Matchrute
2.eine 18er Mono Hauptschnur
3.ein sechser Häkelchen
4.einen ultra leichten Schwimmer Tragkraft 0,5g

Um ca. 13.30 Uhr begann ich an der Südstrecke mit dem Ansitz. Nach 10 Minuten hatte ich auch schon den ersten Biss. Ich lies ihn kurz gehen und schlug an - kurzer Drill und der erste “Spiegler” war auf die Schuppen gelegt.
“So kann es weitergehen”, dachte ich mir.
Neuer Versuch am gleichen Platz. Ganz langsam bewegte sich mein Schwimmer wieder an der Wasseroberfläche. Ich dachte schon, “jetzt könnte es was werden mit meiner Schleie”. Ganz, ganz langsam ging das „Gezupfe“ weiter.
Nach ca. 5 Minuten. ging mein Schwimmer ganz unter.
Jetzt begann der Fisch auch Schnur zu nehmen. Ich schlug an und der Fight begann...
Er zog schön gemütlich tief am Grund auf und davon. Ich bremste ihn kurz mal her und dann ging er ab wie ein Torpedo. Ich dachte mir, “das könnte was Größeres sein”.
Im Geheimen dachte ich mir schon: “ Mit meinem windigen Material pack ich den nur, wenn ich ihn müde mache”.
Die Minuten vergingen, die Fluchten wurden immer wilder, meine Rute bog sich zum Fürchten. Dieses Spiel ging dann 30 Minuten so.
Mein Angelfreund Patrick kam auch mal vorbei, um bei mir nachzusehen. Er meinte,” du, das ist ein Großer, da brauchst du mindestens 1-2 Stunden, bis der müde ist”.
Er sagte:”Ich komme jetzt alle halbe Stunde vorbei und wenn er soweit ist, dann helfe ich dir beim Keschern.
Mittlerweile war über eine Stunde “ Drillzeit” vergangen und ich hatte den Gegner noch nicht gesehen.Was das für ein Fisch es war und wie groß er war. Nur eins wusste ich: Es war was Schweres.
Die Fluchten wurden nun schwächer. Er bewegte sich nun in einer Entfernung von maximal 10 m von mir. Inzwischen waren schon 1 1/2 Stunden seit dem Anhieb vergangen. Mein Freund Patrick hat immer etwas auf die Uhr gesehen.
Nun wurde der “Flossenträger” doch etwas müde und zeigte sich das erste Mal mit einer großen Welle an der Oberfläche..Ein “Graserer”
Nun bekam ich den Ehrgeiz. “Der gehört mir....”
Mit stärkerem Material, Rute, Schnur usw. wäre er schon lange angelandet gewesen, aber mit meinem schwachem “Zeug”, war das oberste Gebot: “Nicht hudeln" und das Material schonen..
Mittlerweile waren über 2 Stunden vergangen und jetzt gegann die Sache auf meine Seite zu hängen. Der Amur wurde immer müder (ich auch). Er kam wild schlagend an die Oberfläche,
Das wiederholte sich 3-4 mal. Er kam ganz langsam auf uns zu!!
Patrick stand mit dem Kescher bei mir. Ich sagte zu ihm:” Jetzt”!.
Als ob er so einen großen Fisch schon öfter gekeschert hätte, so ruhig ging er vor.
Der erste Versuch war auch gleich ein Erfolg. Ohne Patrick hätte ich es nicht geschafft.
Als der Fisch am Ufer lag, war ich überglücklich. Es war zwar nicht der Größte, aber dafür mein längster, bester und „materialentscheidenster“ Fight mit einem Fisch, den ich je hatte.

PETRI HEIL